Wie komme ich am einfachsten aus meinem Arbeitsvertrag ohne zu kündigen?

20.04.2020 Behinderung Armut Gesundheit

Eine Kündigung des Arbeitgebers ist zu jedem Zeit problematisch. Noch schwieriger wird es, wenn zusätzlich gesundheitliche Probleme bestehen. Wenn Sie aufgrund einer Krankheit gar nicht arbeiten können – und deswegen jetzt Krankengeld benötigen. Doch wann gibt es diese Lohnersatzleistung überhaupt? Welche Behörde ist zu welchem Zeitpunkt der richtige Ansprechpartner? Unsere Übersicht zum Krankengeld nach dem Verlust des Jobs.

Wie komme ich am einfachsten aus meinem Arbeitsvertrag ohne zu kündigen?

Job verloren und Krankengeld – wann habe ich Anspruch?

Wer versicherungspflichtig angestellt und Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung ist, hat im Krankheitsfall zunächst einmal Anspruch auf Lohnfortzahlung. Normalerweise bis zu sechs Wochen lang. Erst nach diesem Zeitraum stellt sich die Frage nach dem Krankengeld. Und natürlich auch nur dann, wenn Sie weiterhin krankgeschrieben sind.

Möglich ist folgendes Szenario: Sie arbeiten im Angestelltenverhältnis und erkranken über einen längeren Zeitraum. Ihr Hausarzt schreibt Sie krank. Wenn Ihr Arbeitsverhältnis jetzt ausläuft, muss Ihre Versicherung Ihnen trotzdem Krankengeld zahlen. Möglich ist auch, dass Ihr Chef noch einige Wochen mit dem normalen Gehalt dran ist. In diesem Fall wäre die Krankenkasse erst im Anschluss an der Reihe und müsste Ihnen das Krankengeld nach Ende der Lohnfortzahlung überweisen.

Job verloren und Krankengeld – wann habe ich Anspruch?

Wer versicherungspflichtig angestellt und Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung ist, hat im Krankheitsfall zunächst einmal Anspruch auf Lohnfortzahlung. Normalerweise bis zu sechs Wochen lang. Erst nach diesem Zeitraum stellt sich die Frage nach dem Krankengeld. Und natürlich auch nur dann, wenn Sie weiterhin krankgeschrieben sind.

Möglich ist folgendes Szenario: Sie arbeiten im Angestelltenverhältnis und erkranken über einen längeren Zeitraum. Ihr Hausarzt schreibt Sie krank. Wenn Ihr Arbeitsverhältnis jetzt ausläuft, muss Ihre Versicherung Ihnen trotzdem Krankengeld zahlen. Möglich ist auch, dass Ihr Chef noch einige Wochen mit dem normalen Gehalt dran ist. In diesem Fall wäre die Krankenkasse erst im Anschluss an der Reihe und müsste Ihnen das Krankengeld nach Ende der Lohnfortzahlung überweisen.

Wichtig: Krankengeld gibt es zwar bis zu 78 Wochen lang. Aber nur, wenn Sie in dieser Zeit auch lückenlos krankgeschrieben sind. Endet die Krankmeldung, müssen Sie spätestens am darauf folgenden Werktag zum Arzt und sich eine sogenannte Folgebescheinigung ausstellen lassen. Falls Sie das versäumen, muss die Kasse für diesen Zeitraum nicht mehr zahlen. Zwar wird das Krankengeld mit einer neuen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung wieder aufgenommen – aber nur wenn sich der Versicherungsstatus in der Zwischenzeit nicht verändert hat. Vermeiden Sie bei der Zahlung von Krankengeld also unbedingt jegliche Lücke im Verlauf der Krankschreibung.

Krankmeldung erst nach Ende des Arbeitsverhältnisses: Krankengeld oder Arbeitslosengeld?

Doch wie ist die Lage, wenn Ihre Krankheit erst aktenkundig wird, nachdem Ihr Arbeitsvertrag beendet wurde? Falls Sie Anspruch auf Arbeitslosengeld haben und jetzt erkranken, weisen Sie dies mithilfe einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nach. Diese müssen Sie innerhalb von drei Tagen beim Arbeitsamt einreichen. Jetzt erhalten Sie das sogenannte „Kranken-Arbeitslosengeld“. Dieses entspricht der Höhe nach Ihrem Arbeitslosengeld und läuft genau wie die Lohnfortzahlung bis zu sechs Wochen.

Wenn Sie anschließend immer noch an derselben Krankheit laborieren, übernimmt wieder die Krankenkasse – genauso wie Sie es schon aus der Perspektive des Arbeitnehmers kennen.

Wie komme ich am einfachsten aus meinem Arbeitsvertrag ohne zu kündigen?

„Wer bei Bezug von Arbeitslosengeld erkrankt, bei dem bezieht sich die Krankmeldung auf jede zumutbare Tätigkeit. Anders im Angestelltenverhältnis: Hier ist die konkrete Tätigkeit im Job relevant!“

Christian Schultz, SoVD Schleswig-Holstein

Ist das Krankengeld nach spätestens 78 Wochen ausgelaufen, besteht unter Umständen wieder Anspruch auf Arbeitslosengeld. Wichtig ist, dass Sie für den allgemeinen Arbeitsmarkt zumindest theoretisch verfügbar sind. Mehr dazu in diesem Beitrag über die Zeit nach der Aussteuerung.

Sperre beim Arbeitsamt: Gibt es jetzt Krankengeld?

Anders verhält es sich, wenn nach dem Verlust des Arbeitsplatzes eine Sperre beim Arbeitsamt entsteht. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn die Kündigung von Ihnen ausging. Werden Sie jetzt krank, haben Sie keinen Anspruch auf „Kranken-Arbeitslosengeld“. Der Hintergrund: Eine Sperrfrist bei der Arbeitsagentur hält maximal zwölf Wochen an. In dieser Zeit bekommen Sie auch kein Arbeitslosengeld. Und auch wenn Sie krank sind, gehen Sie leer aus. Bis zum Ablauf der Sperre erhalten Sie weder Kranken- noch das normale Arbeitslosengeld.

Fazit: Krankengeld auch nach der Kündigung möglich

Nicht nur Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erhalten bei länger anhaltenden gesundheitlichen Problemen Krankengeld. Auch beim Bezug von Arbeitslosengeld muss die Kasse nach sechs Wochen zahlen. Beachten Sie bitte, dass der Begriff von Arbeitsunfähigkeit in diesem Fall für den allgemeinen Arbeitsmarkt gilt. Hier sind die Voraussetzungen also deutlich strenger als für Betroffene mit gültigem Arbeitsvertrag. Denn für Angestellte ist allein wichtig, dass sie ihre im individuellen Arbeitsvertrag beschriebene Tätigkeit nicht mehr ausfüllen können. Schon dann gilt Arbeitsunfähigkeit.

Wie komme ich am einfachsten aus meinem Arbeitsvertrag ohne zu kündigen?

Die bevorstehende "Aussteuerung" und die Nahtlosigkeitsregelung stellen viele Menschen vor Probleme. In diesem Ratgeber erfahren Sie auf einen Blick die wichtigsten Informationen. Zum Beispiel:

Wann genau Sie sich bei der Arbeitsagentur melden sollten
Wie genau die Prüfung zur Nahtlosigkeit aussieht
Welche Alternativen Sie haben, um an Ihr Geld zu kommen

Außerdem erfahren Sie wichtige Informationen zum großen Thema Erwerbsminderungsrente und dem oft schwierigen Übergang aus dem Krankengeld. In verständlicher Sprache mit mehr als 30 Grafiken. Hier können Sie "Vom Krankengeld zur Rente" bestellen - entweder als Taschenbuch oder PDF-Datei.


Zurück

Was kann ich tun wenn ich möglichst schnell aus dem Arbeitsvertrag raus möchte?

Grundsätzlich hat jeder das Recht, einen Antrag auf einen Auflösungsvertrag beim Arbeitgeber zu stellen. Allerdings sollte der Arbeitgeber der Bitte um einen Aufhebungsvertrag vom Arbeitnehmer zustimmen. Andernfalls kann dann nur noch eine Kündigung helfen, um aus dem Arbeitsverhältnis auszutreten.

Wie kann ich mit sofortiger Wirkung kündigen?

Die fristlose Kündigung muss innerhalb von zwei Wochen nach Kenntnis des Kündigungsgrundes erklärt werden. Eine spätere Kündigung kann nur auf neue Tatsachen gestützt werden. Die fristlose Kündigung bedarf einer schriftlichen Erklärung gegenüber dem Arbeitgeber.

Wie kann man ohne Kündigungsfrist kündigen?

Sowohl der Arbeitgeber als auch der Arbeitnehmer können das Arbeitsverhältnis fristlos kündigen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt (Außerordentliche Kündigung, § 626 BGB). Eine Kündigungsfrist muss bei einer außerordentlichen Kündigung nicht eingehalten werden.

Wie komme ich aus dem Arbeitsvertrag ohne Sperre?

Eigenkündigung, der Kündigung, die man selbst ausspricht, wird keine Sperrzeit verhangen, wenn Sie die feste (nachweisliche) Zusage für einen neuen Job haben oder man selbst zur fristlosen Kündigung berechtigt ist. Dies kann der Fall sein, wenn der Arbeitgeber wiederholt zu spät, zu wenig oder gar nicht zahlt.